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Jagdmesser kaufen – Ihr Online Ratgeber

 

Es gibt verschiedene Arten von Jagdmessern bzw. Outdoormesser, die für das Waidwerk geeignet sind. Jedes von Ihnen erfüllt seinen eigenen ganz bestimmten Zweck.
Wir stehen Ihnen bei der Wahl Ihres Jagdmesser gerne als Ratgeber zur Seite und versuchen Ihnen Hilfestellungen zu geben, wenn Sie ein Jagdmesser kaufen wollen. Nachfolgend stellen wir Ihnen die einzelnen Kategorien vor:

 

Wählen Sie Ihre Jagdmesser Kategorie

 

 

Ein Jagdmesser ist ein vielfältiges Arbeitswerkzeug, das der Jäger während und nach der Jagd einsetzt.
Schneidgegenstände waren für den Menschen schon immer von Nöten. Im Laufe der Zeit haben sich aus diesen ursprünglich recht einfachen Werkzeugen die heutigen modernen Messer entwickelt.
Sie gehören zu den sogenannten „Kalten Waffen“. Das sind Waffen, die ihre Kraft und Gewalt nur durch den direkten Einsatz von Muskelkraft beziehen. Ihnen stehen die Schusswaffen wie Flinte oder Revolver gegenüber.
Das Jagdmesser wird für verschiedene Tätigkeiten beim Jagen, wie das Abfangen und Aufbrechen oder für Arbeiten am erlegten Wild benötigt. Auch für Tätigkeiten in Wald und Forst oder am Ansitz kommen manche Messer zum Einsatz. Des Weiteren sind die Messer auch für andere Hobbies wie das Angeln bestens geeignet.
Es gibt verschiedene Arten von Jagdmessern zu kaufen, die sich jeweils für ihren ganz bestimmten Einsatzzweck besonders gut eignen. Die Klingen der Messer sind meist aus hochwertigen Materialien wie Damast oder anderem langlebigen Stahl gefertigt und sollten in jedem Fall rostfrei sein.
Es gibt einige bekannte Hersteller und Marken, bei denen Sie Jagdmesser kaufen können, darunter zum Beispiel Puma, Böker, Linder und Herbertz.

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Was für ein Jagdmesser kaufen?

 

Damast Jagdmesser kaufen

Die sehr bekannten Damastmesser gehören zu den hochwertigsten Messern überhaupt. Charakteristisch für die Messer ist die raffiniert gemusterte Klinge, die durch einen aufwändigen Herstellungsprozess entsteht. Auch viele Jäger nutzen ein Damastmesser als Jagdmesser.
Wenn Sie sich ein Damastmesser kaufen wollen, sollten Sie einige Dinge beachten:

  • Welche Qualität und Härte hat der verwendete Stahl
  • Aus wie vielen Lagen besteht die Klinge
  • Welche Stahlsorten wurden verwendet

Hier gehts zu unseren Tips, damit Sie nichts falsch machen beim Damastmesser kaufen. Auf unserer Sonderseite haben wir Ihnen die wichtigsten Punkte zusammengestellt.

 

Jagdnicker

Ein Jagdnicker, auch Nicker, Knicker, Nickfänger oder Genickfänger genannt, ist ein Messer mit einer meist 20 – 25 cm langen, schmalen und einseitig geschliffenen Klinge. Diese ist meist aus sehr widerstandsfähigem Material wie Damast- oder 440A-Stahl gefertigt.
Zum Einsatz kommt es, um ein Stück Wild durch einen gezielten Stich in den Nacken / das Genick über dem obersten Halswirbel (Atlas) zu töten. Dieser Wirbel ermöglicht dem Kopf das Nicken; daher rührt auch der Name des Messers.

Jagdmesser
Zum Einsatz kam der Jagdnicker hauptsächlich zum Abnicken (eine Form des Abfangens), wenn das Tier zum Beispiel durch einen schlechten Schuss krank geschossen wurde oder ein verletztes Tier nach einem Verkehrsunfall von seinen Leiden befreit werden musste. Hierbei wird das Rückenmark des Tiers durchtrennt und das Tier wird sofort von seinen Leiden erlöst.

Durch den engen Kontakt mit dem Jäger löst dieses Vorgehen jedoch extremen Stress beim Wild aus, was dazu führte, dass diese Art des Abfangens heutzutage keine gängige Vorgehensweise mehr ist. Heute wird der Knicker vor allem zum Aufbrechen von erlegtem Wild verwendet.
Einige Waidmänner bevorzugen jedoch ein einfaches Jagdtaschenmesser zum Aufbrechen, da Ihnen die Klinge des Jagdnickers zu spitz und zu lang und somit manchmal für diesen Einsatz nicht geeignet ist.
Der Jagdnicker gehört zu den sogenannten kalten Jagdwaffen und bildet zusammen mit dem Waidblatt das Waidbesteck.
>>> Zu den Jagdnickern

Besonders bekannt und beliebt ist die limitierte REHWAPPEN Kollektion von Linder, bei der die Klingen aus Kohlenstoffstahl (Carbonstahl) gefertigt sind.

 

Häutemesser

Häutemesser Wildschweindecke

Das Häutemesser, auch Skinner genannt, wird, wie der Name schon sagt, zum Abziehen der Haut oder des Felles des erlegten Wildes verwendet. Es hat eine breite, bis zu maximal 10 cm lange Klinge (auch „Skinnerklinge“ oder „Up Swept Point“ genannt). Aufgrund der breiten Schneide eignet es sich besonders gut zum Abziehen der Haut bzw. des Felles des Tieres. Zum Stechen ist die Klinge eher weniger geeignet, da ihre Spitze über der Mitte der Klinge liegt. Die nach oben gezogene Spitze hat gleichzeitig den Vorteil, das Fell der Tiere nicht zu verletzen.
>>> Zu den Häutemessern

 
 
 

Jagdtaschenmesser

Beim Taschenmesser für die Jagd handelt es sich im Gegensatz zu den anderen Messern um ein Klappmesser mit relativ kurzer Klinge. Es vereint eine Vielzahl von praktischen Funktionen, wie Einhandklinge, Holzsäge, Waidklinge und Korkenzieher.
Aufgrund seiner kompakten und handlichen Größe hat das Jagdtaschenmesser den Vorteil schnell verstaut zu sein und leicht transportiert werden zu können. Des Weiteren ist keine extra Scheide notwendig, die Klinge kann einfach eingeklappt werden.
Die klappbare Klinge hat allerdings den Nachteil, dass diese instabiler als eine feststehende Klinge ist. Außerdem kommt es durch das Gelenk nach einiger Zeit oft zum Ausleihern und somit Wackeln der Klinge. In seltenen Fällen kann sie wegen ihrer Instabilität sogar abbrechen.
Zusätzlich ist zu bedenken, dass Klappmesser viele schlecht zugängliche Stellen haben und die Reinigung somit um einiges erschwert wird.
Jagdtaschenmesser sind aufgrund attraktiver Schalen, die meist aus Hirschhorn gefertigt sind, ein echter Hingucker und können auch zum Beispiel beim Schüsseltreiben, in der Freizeit oder zur Brotzeit verwendet werden. Auch als Outdoormesser sind sie bestens geeignet.
>>> Zu den Jagdtaschenmessern

Jagdtaschenmesser
 
 

Hirschfänger und Saufänger

Saufänger Hirschfänger Wildschein

Der Hirschfänger ist eine Kaltwaffe, die vor allem beim Abfangen von größerem Wild, wie Rot- und Damwild, aber auch bei Wildschweinen zum Einsatz kommt. Er besitzt eine bis zu 30 cm lange Klinge, die zu beiden Seiten symmetrisch zugeschliffen ist, was dazu führt, dass die Spitze der Klinge mittig sitzt. Zusätzlich befindet sich in der Mitte der Klinge eine Blutrinne.
Man unterscheidet zwischen dem deutschen und französischen Hirschfänger. Während der deutsche ca. 5 cm länger ist und einen Handbügel besitzt, hat der französische am Griff ein normales Parierstück.w
Meist hat der Hirschfänger heutzutage nur noch Symbolcharakter, da aufgrund der recht schmalen Klinge kein schneller Tod des Wildes garantiert werden kann.
Der Saufänger ähnelt dem Hirschfänger sehr und ist meist nur etwas kleiner und somit besser für das Abfangen von Sauen ausgelegt. Oft kommt hierfür auch der Jagdnicker zum Einsatz. Meist werden die Einhandmesser in einer Lederscheide geführt.
>>> Zu den Hirschfängern und Saufängern

 

Saufeder

Die Saufeder besteht aus einer breiten, kräftigen Klinge, die auf einem ca. 2 m langen Spieß aufgebracht ist. Oft wird die Saufeder auf Drückjagden mitgeführt und dient zum Abfangen von angeschossenem Wild. Die scharfe Spitze soll einen sofortigen Tod beim Stoß in den Brustkorb (Kammer) bewirken, wodurch möglichst Herz, Lunge oder andere wichtige Blutgefäße zerstört werden. Das zusätzliche Parierelement soll verhindern, dass die Klinge zu weit in den Körper eintritt.
Der Schaft ist meist aus Eschenholz (einem sehr harten Holz) gefertigt, um ein Abbrechen zu verhindern.

 

Waidblatt

Das Waidblatt ist ein universelles Jagdwerkzeug, das vielseitig zum Einsatz kommen kann. Ursprünglich wurde es verwendet, um Äste und Buschwerk abzuschlagen. Dieser Einsatzzweck wird heutzutage aber meist nicht weitergeführt.
Das Messer hat eine breite, schwere und bis zu 30 cm lange Klinge, die leicht abgerundet ist. Es eignet sich besonders zum Abfangen (besonders dann, wenn ein sicherer Fangschuss nicht möglich ist) und auch zum Zerkleinern von Wild. Manch ein Jäger nutzt es auch zum Aufbrechen des Schlosses oder als Standhauer. Oft ist der Griff aus Hirschhorn gefertigt und mit einem Parierelement versehen.
Ab einer Klingenlänge von 12 cm fällt das Waidblatt neuerdings unter das Waffenrecht und darf in Deutschland somit nur während der Jagdausübung geführt werden.

Meist gibt es das Waidblatt in Kombination mit einem Jagdnicker zu kaufen. Beide Messer sind vereint in einer Scheide und bilden zusammen das Waidbesteck. Somit sind Sie für die nächste Jagd bestens gerüstet und das einheitliche Erscheinungsbild macht auch optisch etwas her.
>>> Zu den Waidblättern

 

Was man beachten sollte, wenn man ein Jagdmesser kaufen möchte

Vom Abfangen bis zum Zerwirken von Wild fallen viele Aufgaben im jagdlichen Alltag an.
Alle Hersteller machen einen ausführlichen Jagdmesser Test um Ihre Sicherheit beim Gebrauch zu gewährleisten.
Grundsätzlich sollte man sich zuerst überlegen, welchen Zweck das Jagdmesser erfüllen soll. Für jede anfallende Tätigkeit bei der Jagd gibt es ein spezielles Messer, das genau auf die bestimmte Aufgabe zugeschnitten ist.
Des Weiteren sollte einem das Messer optisch gefallen und gut in der Hand liegen.
Überlegungen vor dem Kauf eines Jagdmessers:

Jagdmesser kaufen

  • Klingenform
  • Klingenlänge
  • feststehende oder klappbare Klinge (Jagdtaschenmesser)
  • Einsatzzweck
  • Aussehen (Holz-, Horn-, oder Kunststoffgriff)
  • Material der Klinge (Damast, 440A-Stahl, …)
  • ist es für mich optisch ansprechend
  • brauche ich ein qualitativ hochwertiges Jagdmesser oder reicht mir ein Mittelklassemodell
  • Langlebigkeit
  • wie hoch ist der Reinigungsaufwand

Sie sollten auch unbedingt darauf achten, dass das Messer aus nur einem Stück Stahl gefertigt ist. Somit ist gewährleistet, dass die Klinge nicht verbiegt oder sogar abbricht.

 

Linkshänder oder Rechtshänder Jagdmesser

Falls Sie Linkshänder sind, sollten Sie unbedingt bevor Sie das Jagdmesser kaufen darauf achten, ob das Messer auch für Linkshänder geeignet ist bzw. ob es Ihnen gut in der Hand liegt.
Es gibt Messer, die für die verschiedenen Handseiten ergonomisch geformt sind. So kann es passieren, dass Sie als Linkshänder mit einem für Rechtshänder geformten Messer gar nicht zurecht kommen. Die Hersteller deklarieren diese ergonomischen Besonderheiten jedoch im Normalfall, sodass man nicht viel falsch machen kann.

 

Härtegrad – HRC Härte nach Rockwell

Die Härte des Stahls der Jagdmesser wird in Rockwell gemessen. Dargestellt wird der Härtegrad durch den Härtewert (bei guten Jagdmessern einer Zahl von 55 bis 60), gefolgt von einem Kürzel bestehend aus „HR“ (Härte nach Rockwell) und einem weiteren Buchstaben (A bis H, K, N und T), der die Prüfkräfte angibt.
Die Prüfkraft gibt an, mit welcher Kraft im Test in den Werkstoff eingedrungen wird, bis er sich verformt.
Je härter der Werkstoff ist, desto mehr Kraft muss also angewandt werden. Das heißt im Umkehrschluss, je höher der Buchstabe und je höher die Zahl am Anfang der Angabe, desto härter das Material.
Hier ein Beispiel: 55 HRC

Wenn Sie ein Jagdmesser kaufen wollen, ist darauf zu achten, dass der Stahl, aus dem die Klinge gefertigt ist, nicht zu hart ist. Wenn der Stahl zu hart ist besteht nämlich die Gefahr des Brechens der Klinge.
Bei guten Jagdmessern ist ein Wert zwischen 55 und 60 HRC optimal.

Zum Schluss noch ein sehr gelungenes Video, in dem sehr anschaulich gezeigt wird, wie eine solche Härteprüfung nach Rockwell HRC aussieht. Dadurch wird Ihnen die Entscheidung beim Jagdmesser kaufen deutlich leichter fallen.